7 Fakten, die Ihnen bei Ärger mit Ihrem Chef helfen

 




1. Was sollte ich machen, wenn ich eine Kündigung erhalte?
Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie sie umgehend auf Rechtmäßigkeit prüfen. Ist sie nicht rechtmäßig, bleiben Ihnen drei Wochen Zeit, um gegen sie vorzugehen. Wenn Sie innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung nichts gegen sie unternehmen, wird die Kündigung in jedem Fall wirksam.

Ob Ihre Kündigung rechtmäßig ist, können Sie kostenlos mit Hilfe unserer Sofort-Einschätzung feststellen. Wenn Ihre Kündigung aller Voraussicht nach angreifbar ist, bietet FragRobin Ihnen ein Erstberatungsgespräch bei einem Anwalt für Arbeitsrecht in Ihrer Nähe. Sowohl die Sofort-Einschätzung als auch das anwaltliche Erstberatungsgespräch sind selbstverständlich komplett kostenlos und unverbindlich.

2. Wann ist eine Kündigung unwirksam?
Es gibt mehrere Gründe dafür, warum eine Kündigung unwirksam ist. Hier einige Beispiele:
  • Wenn für Sie das Kündigungsschutzgesetz gilt, kann Ihr Arbeitgeber Ihnen nur dann ordentlich kündigen, wenn die Kündigung sozial gerechtfertigt ist. Hiermit ist gemeint, dass die Kündigung betriebsbedingt, personenbedingt (z. B. krankheitsbedingt) oder verhaltensbedingt begründet ist.
  • Fristlos (außerordentliche Kündigung) kann Ihnen nur dann gekündigt werden, wenn es dafür einen wichtigen Grund gibt. Hiermit sind Ereignisse gemeint, die es Ihrem Arbeitgeber unzumutbar machen, Sie noch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist im Betrieb zu halten. Haben Sie also keine erheblichen Pflichtverletzungen begangen, kann Ihnen im Normalfall nicht fristlos gekündigt werden.
  • Eine Kündigung ist auch dann nicht rechtmäßig, wenn Ihr Arbeitgeber sich nicht an die gesetzlichen Kündigungsfristen hält. Ab dem 25. Lebensjahr des Arbeitnehmers sieht das Gesetz die folgenden Kündigungsfristen vor:


3. Wann muss mein Arbeitgeber sich an das Kündigungsschutzgesetz halten?
Das Kündigungsschutzgesetz muss Ihr Arbeitgeber nur dann beachten, wenn er mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt und Sie als gekündigter Arbeitnehmer mindestens sechs Monate im Betrieb tätig sind.

Auszubildende zählen nicht als Arbeitnehmer. Teilzeitkräfte werden entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit anteilmäßig berücksichtigt. Teilzeitkräfte bis 20 Stunden wöchentlich werden mit einem Faktor 0,5 und bei einer Wochenarbeitszeit bis zu 30 Stunden mit einem Faktor 0,75 erfasst.

4. Wann bekomme ich eine Abfindung?
Bei einer Abfindung handelt es sich grundsätzlich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Ein gesetzlicher Anspruch kann - immer unter der Beachtung gewisser Voraussetzungen - u. a. durch § 1a des Kündigungsschutzgesetzes (KschG) entstehen: Will sich der Arbeitnehmer gegen eine aus seiner Sicht unberechtigte betriebsbedingte Kündigung des Arbeitgebers wehren, kann er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Eine Kündigungsschutzklage ist für beide Parteien stets mit vorab nur schwer kalkulierbaren Risiken behaftet. Um diese Risiken zu vermeiden und die Arbeitsgerichtsbarkeit zu entlasten, sieht § 1a Kündigungsschutzgesetz ausdrücklich vor, dass der Arbeitgeber für den Fall einer betriebsbedingten Kündigung dem Arbeitnehmer eine Abfindung zahlen kann, sofern der Arbeitnehmer auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet. Voraussetzung dafür ist, dass das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist und der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt. Außerdem muss der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Arbeitnehmer nur dann Anspruch auf eine Abfindung hat, wenn er nicht innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage erhebt.

Mit § 1a KSchG versucht der Gesetzgeber die außergerichtliche Streitbeilegung zu fördern. Entschließt sich der Arbeitnehmer, Kündigungsschutzklage einzureichen, ist der Anspruch auf eine Abfindung nach § 1a KschG zwar grundsätzlich hinfällig, es kommt jedoch nicht selten vor, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer direkt nach Einreichung der Klage eine freiwillige Abfindung anbietet. Auf diese Weise umgeht der Arbeitgeber einen zeitaufwendigen und unter Umständen auch sehr kostspieligen Kündigungsprozess.

5. Wie hoch wird meine Abfindung?

Es gibt grundsätzlich keine klare Regelung in Bezug auf die Abfindungshöhe. Diese hängt in erster Linie mit dem Grund der Entlassung und dem individuellen Verhandlungsgeschick zusammen. Mit der Unterstützung eines erfahrenen Anwalts für Arbeitsrecht steigern Sie also Ihre Chance auf den Erhalt einer angemessene Abfindung.

Als Richtwert für die Abfindungssumme gilt ein halbes Brutto-Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Diese Formel ist auch in § 1a KschG vorgesehen.

Mithilfe unseres kostenlosen Abfindungsrechner können Sie nicht nur die voraussichtliche Höhe Ihrer möglichen Abfindung, sondern auch Ihre grundsätzlichen Chancen auf den Erhalt einer Abfindung berechnen.

6. Was ist ein Aufhebungsvertrag?

Um ein Arbeitsverhältnis zu beenden, muss nicht zwangsläufig eine Kündigung ausgesprochen werden: Die zwei Parteien können das Arbeitsverhältnis nämlich zu jeder Zeit auch einvernehmlich beenden und statt der Kündigung einen Aufhebungsvertrag vereinbaren.

Doch es ist Vorsicht geboten: Ein Aufhebungsvertrag enthält oft eine Ausgleichsklausel. Sie besagt, dass alle gegenseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis abgegolten sind. Ein vom Arbeitgeber einseitig vorformulierter Aufhebungsvertrag bedingt für den Arbeitgeber oft kaum überschaubare Risiken und sollte nicht ohne vorherige Prüfung akzeptiert werden.

Kostenlose Sofort-Einschätzung zu Ihrem Aufhebungsvertrags

7. Warum benötige ich bei einem arbeitsrechtlichen Problem Unterstützung vom Anwalt?
Als Arbeitnehmer sind Sie durch das Arbeitsrecht prinzipiell sehr gut geschützt. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch daraus, dass das Arbeitsrecht sehr komplex ist und Laien die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gesetzestexten nicht leicht fällt. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre arbeitsrechtlichen Angelegenheiten stets mit einem erfahrenen Anwalt für Arbeitsrecht besprechen. Die geprüften Partner-Anwälte von FragRobin können Sie in jeder Situation exzellent beraten. Das Beste: Die Erstberatung ist völlig unverbindlich und kostenlos!

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